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Gestaltungsempfehlung

 

 „Alter Ortskern Elze“

Geltungsbereich

Der räumliche Geltungsbereich umfasst die Flächen innerhalb des von den Straßen „Wasserwerkstraße Einmündung Schmiedestraße – Plumhofer Straße - Bruchweg  –  Hohenheider Straße – In der Horst – Bunte Riede – Schmiedestraße“ umgrenzten Gebietes sowie einzelne daran angrenzende Grundstücke.

Die Empfehlung gilt für bauliche Maßnahmen wie Neubauten, Wiederaufbauten, Anbauten und Umbauten. Erhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten an bestehenden baulichen Anlagen bleiben unberührt.

Begründung

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts sind in der Wedemark viele gestalterisch reizvolle Ortsbilder entstanden. Zum Bau von Gebäuden standen nur wenige Materialien zur Verfügung (Naturstein, roter Ziegel, Holz). Der Nutzungszweck (Landwirtschaft, Handwerk, Wohnen) sowie die handwerklichen Bautraditionen (Mauern, Zimmern) veränderten sich nur wenig. Zusammen führt dies zu einem relativ einheitlichen und harmonischen Erscheinungsbild der alten Ortskerne.

Die traditionelle Bauweise in der Wedemark weist breite, „liegend“ wirkende Baukörper mit steilen, weit herabreichenden Dächern aus roten Ziegeln auf.

In den letzten 30 Jahren wurden viele alte Höfe in Elze aufgegeben und z.T. abgerissen. Auf den Hof- und Freiflächen wurden Neubauten errichtet, die in ihrer Ausformung und Gestaltung wenig Gemeinsamkeiten mit der alten Substanz aufweisen und unharmonisch und z. T. störend wirken.

Den besonderen Charakter des Ortskerns Elze verdeutlichen die beiden folgenden Punkte:

1. Innerhalb des Geltungsbereichs dieser Gestaltungsempfehlung befinden sich 23 denkmalgeschützte Gebäude.

2. Elze ist im alten Ortskern mit 12 landwirtschaftlichen Betrieben noch immer bäuerlich geprägt.

Ein harmonisches Ortsbild steigert den Wohn- und Grundstückswert im gesamten Ort. Bewohner und Besucher fühlen sich in einem Ort mit eigenem Charakter und Wiedererkennungswert wohler. Einer weiteren Zerstörung des alten Ortskerns Elze soll entgegen gewirkt werden.
Darum beschließt der Ortsrat Elze/Meitze diese  „Örtliche Gestaltungsempfehlung“.

 AG Alter Ortskern Elze

 

Gestaltungsempfehlung

Prägende Merkmale des Altdorfes sollten erhalten werden. Eine zusätzliche Bebauung im Ortskern ist nur wünschenswert, wenn die charakteristischen Merkmale des Ortes nicht gestört werden. Eine Umnutzung alter Gebäude ist einem Neubau vorzuziehen, um die Bausubstanz zu erhalten. Neubauten sollen sich architektonisch in die Umgebung einfügen und sind mit der Gemeinde abzustimmen.

Alter Baumbestand ist ortsbildprägend und sollte daher bei der Planung möglichst erhalten werden. Bei unvermeidlichem Abgang ist Nachpflanzung im alten Ortskern vorzusehen (z.B. zwei neue für einen alten Baum). Es wird angestrebt, dass jedes Grundstück wenigstens einen großkronigen Laubbaum als „Hausbaum“ hat und pflegt.

 

Gebäudeanordnung

Bei Umnutzung oder Neugestaltung alter Hof- bzw. Freiflächen sollten die charakteristischen Merkmale von „Hofanlagen“ erkennbar bleiben (d.h. eine lebendig aufgelockerte Anordnung von Haupt- und Nebengebäuden sowie Freiflächen). Umnutzung in Form von Gemeinschaftswohnanlagen, aber auch zur Ansiedlung kleiner Geschäfte, sollte begünstigt werden.

 

        Gebäudeform

Wohngebäude sollen nur als Einzel- oder Doppelhäuser und maximal zweigeschossig errichtet werden.

Es sollen langgestreckte, gedrungene Baukörper mit Proportionen in Anlehnung an alte Gebäude vorgesehen werden.

 

        Fassade

Für die Wandflächen sollen überwiegend folgende Materialien verwendet werden: 

  •    einfach gebrannte Ziegel rot – rotbraun

  •    Fachwerk, Ausfachungen mit Ziegel oder weiß bis lehmfarben verputzt

  •    Holzverlattung (insbesondere im Giebelbereich)

  •    Fenster sollen stehende Fensterformate (möglichst mit Teilung) aufweisen

 

Dächer

Auf den Hauptbaukörpern sollen nur  Sattel- oder Krüppelwalmdächer (keine Flachdächer oder Dachterrassen) vorgesehen werden

Die Dachneigung der Hauptbaukörper soll 38° bis 58° betragen, bei Anbauten mindestens 30°.Bei landwirtschaftlichen Gebäuden, die der Unterbringung von Maschinen, Geräten oder Lagerung von Vorräten dienen, kann die Dachneigung unterschritten werden.

Dachaufbauten wie Zwerchhäuser, Schlepp- und Giebelgauben sollen eine Gesamtlänge von. 2/3 der Trauflänge nicht überschreiten. Dachflächenfenster sollen nur in untergeordneter Größe vorgesehen werden.

Als Material sollen einfach gebrannte rote bis rotbraune Ziegel (keine Glasur) verwendet werden, Betonsteine sollen der traditionellen Ziegelform entsprechen.

 

Freiflächen

Bestehende ortsprägende Laubbäume sollen erhalten bleiben und in die Bauplanung einbezogen werden

Hofpflasterungen sollen nur soweit erforderlich vorgenommen werden, damit möglichst große Vegetationszonen erhalten bleiben. Mindestens die Hälfte des Grundstücks soll für Nutz- und   Ziergärten oder Obstwiesen, aber auch der Versickerung des Regenwassers dienen.

 

Einfriedungen

Für die Einfriedungen der Baugrundstücke entlang der zur Erschließung dienenden Verkehrsflächen sollen nur die nachfolgend aufgeführten Materialien verwendet werden:

  •  Hecken aus heimischen Laubgehölzen, nicht aus Nadelgehölzen (z.B. Thuja)

  •  vertikal gegliederte Holzzäune,

  •  rote Ziegelmauern nur für Sockel und Pfeiler.

  •  Maschendrahtzäune sind nur in Verbindung mit einer eingrünenden Heckenbepflanzung

  •  Bauliche Anlagen von Einfriedungen entlang der zur Erschließung dienenden
  •  Verkehrsflächen sollen nicht höher als 1,20 m sein.

 

Ensemble- und Denkmalschutz

Bauvorhaben in der Umgebung von Einzelanlagen und Gesamtanlagen, die dem Denkmalschutz unterliegen, müssen diesen Denkmalen in der Wahl des Materials, in der handwerklichen Ausführung sowie in Farbe und Form so angepasst werden, dass die Eigenart der Denkmale oder der Eindruck, den diese hervorrufen, durch die Ausführung nicht beeinträchtigt werden.

(Niedersächsisches Denkmalschutzgesetz vom 1.4.1979)





 
 

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